A tribute to Frida Kahlo

„Wozu brauche ich Füße, wenn ich Flügel habe“ sagte einst die Künstlerin Frida Kahlo, eine starke, mutige und außergewöhnliche Frau.

Anlässlich der diesjährigen Rettl Kirchtagskollektion zum Thema Frida Kahlo (Idee: Karin Loitsch, Design: Hauptsujet und Shirts Carmen Dullnig), möchten wir euch etwas über das alles andere als gewöhnliche Leben dieser Frau erzählen.

Am 13. Juli 1907 kam die aufsehenerregende mexikanische Malerin Frida Kahlo auf die Welt. In ihrem Elternhaus, dam „Casa Azul“ (Blaues Haus), verbrachte sie den größten Teil ihres Lebens.

Ihr Leben meinte es allerdings alles andere als gut mit ihr: Mit sechs Jahren erkrankte Frida schwer an Kinderlähmung, weshalb sie viel Zeit ihrer Kindheit im Bett verbrachte.

Ein weiterer schwerer Abschnitt in ihrem Leben begann, als sie gerade einmal 18 Jahre alt war. Bei einem Busunfall wurde ihr Becken von einer Stahlstange durchbohrt und mehrere Knochen ihres Körpers wurden gebrochen. Wieder einmal war Frida für eine lange Zeit an ihr Bett gebunden und musste einen Ganzkörpergips und ein Stahlkorsett tragen.

In dieser Zeit begann Frida sich der Malerei zu widmen. Mit ihren Gemälden versuchte sie ihre schmerzhaften Erlebnisse zu verarbeiten. Eines der wichtigsten Bilder ihrer Karriere, welches ihr den Durchbruch in der Kunstszene ermöglichte, war das Selbstbildnis im Samtkleid.

Neben der Malerei waren auch Alkohol und Drogen eine starke Stütze für sie, um ihre Schmerzen zu ertragen. Doch der Alkohol war nicht nur gegen die Schmerzen, sondern auch für den Spaß – Frida war für ihre exzessiven Partys bekannt.

Wieder gehen zu lernen war ein großer Kampf für sie. Ihre Ärzte hielten es für unmöglich, doch sie bewies das Gegenteil. Außerdem musste sie viele Fehlgeburten durchstehen.

Nicht nur ihre Bilder sorgten für Aufmerksamkeit, auch Fridas unkonventionelle Art und ihre vielen Liebesaffären sorgten in dieser Zeit für großes Aufsehen. Unter anderem fiel ihre Beziehung mit dem weltberühmten mexikanischen Freskenmaler Diego Rivera in der südamerikanischen Kunstszene auf.

Ihre Ehe mit Rivera war nicht perfekt. Seine Fehltritte konnte Frida nicht ignorieren und ließ sich von ihm scheiden. Doch die Trennung hielt nicht lange – ein Jahr später heirateten sie wieder, doch beide hatten weiterhin Affären. Frida hatte auch Seitensprünge mit Frauen und außerdem eine Romanze mit Leo Trotzki.

Am 13. Juli 1954 starb die mexikanische Künstlerin an einer Lungenembolie, doch bis heute werden ihre Werke und ihre Persönlichkeit bewundert und geehrt.

Hochgesteckte Haare, mexikanischer Schmuck, schlichte Kleidung und leicht zusammen gewachsene Augenbrauen prägten das typische Bild der Frida Kahlo.

bewundernswert – stark – einzigartig – hartnäckig – exzessiv

Adjektive, die Frida Kahlo meiner Meinung nach sehr gut beschreiben. Das nächste, das ich in ihr sehe: eine Kämpferin. Trotz all ihrer traumatisierenden Erlebnisse hat sie nicht aufgegeben, hat sich ihre Lebenslust nicht nehmen lassen, ihren Willen durchgesetzt und sich nicht zurückwerfen lassen. Frida Kahlo war eine außergewöhnliche, mutige, starke, rebellische und schöne Frau, welche wir uns alle als Vorbild nehmen können.

– Sophie Rumpold